
Gestern war man in Zürich, ist doch klar. Bei den Babyshambles, die komplett waren - das erste Mal seit Jahren! Hätte ich die Kilometer gezählt, welche ich jeweils vergebens gefahren bin, wäre ich wahrscheinlich auf mehrere Tausend gekommen. Aber gestern wars dann wirklich so weit - auch wenn ich es kaum glauben konnte, dass die Gruppe nun komplett 2 Meter vor mir stand!
Und wir tauschten die Rollen sogar noch untereinander ab, der Pete Doherty und ich: als ich ins schöne Mascotte eintrudelte, war die Band bereits auf Position vier oder fünf auf ihrer Songliste. Das war zwar nervig aber doch nicht so schlimm - elegant verspätet genoss ich den "Rest" der Show doch noch. Und es lohne sich allemal. Das Mascotte - ich denke, da gehen nur etwa 300 Leute rein - bebte wirklich, der in Adidas-Trainerhosen gekleidete Pete wurde tatsächlich von seinen Fans getragen. Und am Schluss des Konzerts, welches bestimmt einen grossen und lang erwarteten Platz in meiner Musikgeschichte einnehmen wird, schaute der zufrieden wirkende Kopf der Shambles noch aus dem Backstage-Fenster ins tanzende Lokal hinab, winkte und liess sich schliesslich wieder erschöpft aufs Sofa fallen.
Fans zufrieden, Band zufrieden. Da müssen sich einige Blättli doch wieder neue Namen für den Musiker einfallen lassen. "Skandalrocker", "Drogenrocker", "Drogen-Pete" und wie es auch immer heisst, ist zur Zeit nicht gerade passend!